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DARC e.V. Online zur Amateurfunkprüfung |
von E. Moltrecht DJ4UF |
Der internationale Amateurfunkverkehr unterliegt gewissen Regeln, den „IARU-Regeln“, an die sich die Funkamateure halten, damit es nicht zu gegenseitigen Beeinträchtigungen kommt. Durch intensives Hören suchen Sie sich zunächst nach dem Bandplan eine freie Frequenz. Aber: Sie kennen sicher aus dem Buch Technik das Phänomen der toten Zone. Das heißt, auch wenn Sie gerade nichts hören, kann trotzdem eine Funkverbindung auf der ausgewählten Frequenz laufen.
Prüfungsfrage:
Prüfungsfrage:
Im Amateurfunk gilt: Wer zuerst auf einer Frequenz war, dem „gehört“ die Frequenz. Sie können dort so lange Funkbetrieb machen, wie Sie wollen. Niemand kann sich eine Frequenz reservieren. Wenn Sie sich also mit einem anderen Funkamateur für eine bestimmte Zeit auf einer Frequenz verabreden, könnte diese besetzt sein. Dann müssen Sie ausweichen (QSY machen). Prüfungsfrage:
"DE" steht für "by", "from" oder "von". Prüfungsfrage:
Wenn Sie selbst CQ gerufen haben, dürfen Sie nach Beendigung der Funkverbindung auf dieser Frequenz wieder CQ rufen. Wenn aber eine andere Station Ihren Funkpartner anruft, dann lassen Sie den beiden Stationen Zeit, sich zu verständigen, damit diese auf eine andere Frequenz wechseln können. Ansonsten können Sie Ihrem Funkpartner natürlich die Frequenz auch überlassen und selber die Frequenz wechseln. Prüfungsfrage:
Prüfungsfrage:
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Umgekehrt bedeutet dies natürlich, dass Sie einem gezielten Anruf nicht antworten dürfen, wenn die CQ rufende Station beispielsweise CQ DX ruft und die Station aus Europa ist. Für Kurzwelle gilt: DX ist außerhalb Europa. Für Ultrakurzwelle (VHF/UHF) gilt: DX ist ungefähr 300 bis 500 Kilometer. Wenn allerdings eine im VHF/UHF Bereich CQ rufende Station nach mehrfachem Ruf keine Antwort bekommt, rufen Sie die Station etwa so an: „Ist Aachen JO30 auch DX für Sie? Es ruft Sie DJ4UF aus JO30BR.
Prüfungsfrage:
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Man kann auch einen CQ-Ruf für ein bestimmtes Land ausrichten. Das Land wird in Telegrafie durch den Landeskenner angegeben oder in Telefonie ausgesprochen, zum Beispiel „CQ VK/ZL“ oder „CQ New Zeeland or Australia”, wenn man gern eine Verbindung mit einer Station aus Neuseeland oder Australien haben möchte. Natürlich sollten dann auch entsprechende Ausbreitungsbedingungen herrschen. Prüfungsfrage:
Prüfungsfrage:
Die Zusätze bei einem CQ-Ruf können auch Betriebsarten, Ausbreitungsarten oder Kontestabkürzungen sein. Zum Beispiel bedeutet CQ Aurora, dass Sie nur Stationen erwarten, die über Polarlicht-Erscheinungen herein- kommen. Diese sind eindeutig am rauen Ton erkennbar. Oder „CQ FD“ in Telegrafie bedeutet, dass die Station nur Anrufe von Stationen erwartet, die am „Fieldday-Kontest“ teilnehmen oder dafür Punkte geben können. Bei „CQ Sporadic“ erwartet man Stationen, die über die sporadische E-Schicht empfangen werden. Mehr dazu in der folgenden Lektion. Prüfungsfrage:
Prüfungsfrage:
Um „seltene“ Länder oder eine Insel, auf der kein Funkamateur wohnt, funktechnisch zu aktivieren, werden so genannte DX-Expeditionen oder abgekürzt DXpeditionen durchgeführt. Eine Gruppe von Funkamateuren organisiert solch ein „Funk-Event“ und zieht mit Funkausrüstung eventuell Zelt und Verpflegung in das ferne Land oder auf die einsame Insel. Prüfungsfrage:
Dementsprechend ist auf der anderen Seite die „Nachfrage“ recht groß. Oft Hunderte von Funkamateuren rufen diese Sonderstation manchmal gleichzeitig an. Dann entsteht auf der Frequenz ein solches „Chaos“, dass niemand mehr weiß, wann die seltene Station denn nun eigentlich antwortet. Solch eine Situation nennt man ein „Pile-up“. Um bei solch einer Situation doch noch einen einigermaßen geordneten Betrieb durchführen zu können, haben sich verschiedene Möglichkeiten herausgebildet, die im Folgenden erläutert werden sollen. Prüfungsfrage:
Prüfungsfrage:
Bei Funkexpeditionen in der Betriebsart SSB wird häufig ein ganzer Frequenzbereich genannt, wo die Stationen anrufen sollen, beispielsweise im 20-m-Band „tuning 290 up“, was bedeutet, dass die DX-Station den Frequenzbereich oberhalb von 14290 kHz nach anrufenden Stationen absucht. Oder die Station ruft: „split up 250 to 280“, was bedeutet, dass die Station zwischen 14250 und 14280 kHz hört. In diesem Bereich müssen Sie also anrufen. Um der vielen anrufenden Stationen Herr zu werden, rufen die DX-Stationen manchmal einzelne Länder auf oder sie begrenzen die Anzahl dadurch, dass sie nacheinander die Ziffer im Rufzeichen als Auswahlkriterium nennen. Folgende Prüfungsfragen sollen als Beispiele dienen. Prüfungsfrage:
Prüfungsfrage:
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Eine weitere Möglichkeit, ein großes Pile-up zu vermeiden, besteht beim so genannten Listenbetrieb. Eine für alle gut hörbare Station, die die DX-Station auch sehr gut hören kann, weil sie vielleicht näher daran gelegen ist, notiert anrufende Stationen in einer Liste und ruft später diese Stationen zur Aufnahme einer Funkverbindung mit der seltenen Station auf. Prüfungsfrage:
Eine Unart ist es, kurz vor dem Anruf bei einem Pile-up direkt auf der Frequenz nochmals seinen Sender neu abzustimmen, um möglichst viel Leistung herauszuholen. Die Abstimmung des Senders soll mit einer künstlichen Antenne (Dummy Load) oder die Anpassung der Antenne auf einer unbenutzten anderen Frequenz erfolgen. Bei Morsetelegrafie ist es üblich, mit der Gebegeschwindigkeit zu antworten, mit der die Station CQ gerufen hat. Wenn Sie von einem offensichtlichen Anfänger in niedrigem Morsetempo angerufen werden, passen Sie sich bitte seiner Gebegeschwindigkeit an. Prüfungsfrage:
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Funkwettbewerb (Kontest)Für alle Konteste gilt: Nur Verbindungen in den für Konteste festgelegten Frequenzbereichen (s. IARU-Bandpläne Lektion 5!) zählen. Für Nicht-Kontestteilnehmer gilt: An den Kontesttagen haben die Kontest-Stationen Vorrang auf den dafür ausgewiesenen Frequenzen. Weichen Sie als Nichtteilnehmer auf andere Bandbereiche aus! Prüfungsfrage:
Bei Kontesten wird der Funkbetrieb sehr kurz gehalten. Meistens werden nur der Rapport und eine laufende QSO-Nummer ausgetauscht. Bei UKW-Kontesten wird noch der Locator (siehe Lektion 7 Seite 72) angegeben, da meistens die erzielte Entfernung als Abrechnungsmodus gilt. Die Logs (QSO-Aufzeichnungen) werden danach zur Auswertung meistens per E-Mail oder auch per Brief als Ausdruck an den Veranstalter geschickt. Es wird selbstverständlich Ehrlichkeit vorausgesetzt, dass nur wirklich getätigte Funkverbindungen abgerechnet werden.
FielddayPrüfungsfrage:
FD steht hier für „Fieldday“. DH8DAP/P sucht also vornehmlich Verbindungen mit Stationen, die für den Wettbewerb gewertet werden.
Fuchsjagd, FoxeringEin anderer Funkbetrieb im Freien ist der „Funkorientierungslauf“ oder „A R D F“ (amateur radio direction finding), der im Amateurfunk „Fuchsjagd“ genannt wird. Zu diesem Zweck werden in einem Waldgebiet kleine, batteriebetriebene Sender versteckt, die von den Teilnehmern mit Hilfe von Peilempfängern in einer bestimmten Zeit aufgefunden werden sollen. Bei Fuchsjagden werden bis zu fünf Sender versteckt, die jeweils entweder nacheinander eine Minute lang eine Kennung ausstrahlen und dann vier Minuten Pause machen. Der Fuchs 1 mit der Kennung MOE läuft in der ersten Minute eines 5-Minutenzyklus, Fuchs 2 mit der Kennung MOI in der zweiten Minute und so weiter. Oder beim „Foxering“ werden 16 sehr leistungsschwache Sender versteckt, deren Positionen in einer Laufkarte eingetragen sind. Man läuft nach der Karte bis ungefähr zum Fuchs und peilt dann die letzten Meter aus.
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IARU BakensystemPrüfungsfrage:
NotfunkPrüfungsfrage:
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MESZ in der folgenden Aufgabe steht für mitteleuropäische Sommerzeit. Gegenüber der Weltzeit UTC (universal time coordinated, Nullmeridian in Greenwich England) ist es in Deutschland zwei Stunden später. Im Winter (MEZ) ist der Unterschied nur eine Stunde. Dass es in Deutschland schon später ist, können Sie sich so herleiten: Die Sonne geht im Osten auf und ist erst später in England (UTC) als in Deutschland (MESZ bzw. MEZ), denn England liegt ja weiter im Westen. Dadurch wechselt auch in Deutschland eher das Datum (Mitternacht) als in England. Prüfungsfrage:
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© 2007 Eckart K. W. Moltrecht, aus dem Buch 4110103 2.Auflage
InfoDies ist eine Lektion aus dem Buch Betriebstechnik und Vorschriften für das Amateurfunkzeugnis von Eckart K. W. Moltrecht, 2.Auflage 2007.
Beachten Sie das Copyright! © 2007 Eckart Moltrecht, DJ4UF Letztes Update dieser Seite: 3.11.2007 (by DJ4UF |
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